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Geschichte

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Ich habe angefangen eine Geschichte zu schreiben vll gefällt sie euch.
Ich erinnere mich nicht an den Moment, in dem alles zerbrach. Ich war zu klein. Mit drei Jahren kam ich zu meinen Großeltern. Man sagte mir später, es sei besser so gewesen. Sicherer. Aber Kinder verstehen keine Gründe, sie verstehen nur Verlust. Ich wuchs in einem Haus auf, das Ordnung kannte, Pflichten und Schweigen. Über das Davor wurde nicht gesprochen.
Was mir passiert ist, blieb lange namenlos. Ich wusste nur, dass etwas in mir falsch war, dass mein Körper Erinnerungen trug, für die ich keine Worte hatte. Der sexuelle Missbrauch war kein einzelnes Ereignis, sondern ein Schatten, der mir folgte. Ich lernte früh, mich innerlich zu entfernen, still zu werden, zu funktionieren. Nach außen war ich brav. Innen war Chaos.
Irgendwann reichte das Schweigen nicht mehr. Ich kam ins Kinderheim. Ein neues Bett, fremde Gesichter, Regeln an den Wänden. Manche Kinder waren laut, andere gefährlich still. Ich gehörte zu den Stillen. Ich gewöhnte mich daran, austauschbar zu sein. Man bleibt, bis man weitergeschoben wird. Nähe war etwas, das man sich nicht erlaubte.
Dann kam sie, meine erste große Liebe. Unerwartet, fast unverschämt hell. Zum ersten Mal fühlte ich mich gesehen, nicht nur angeschaut. Ich ließ Hoffnung zu, obwohl ich wusste, wie weh sie tun kann. Diese Liebe rettete mich nicht, aber sie zeigte mir, dass mein Herz noch schlug. Als sie endete, tat es weh – doch es war ein echter Schmerz, kein dumpfer. Das war neu.
Jahre später heiratete ich. Ich wollte Normalität, wollte dazugehören zu dem Leben, das andere scheinbar mühelos führten. Ehe, Alltag, Zukunftspläne. Ich gab mir Mühe, sehr sogar. Aber alte Wunden verschwinden nicht, nur weil man sie ignoriert. Wir verloren uns. Die Scheidung war leise, fast erleichtert, und gleichzeitig ein weiteres Scheitern, das ich mir anrechnete.
Heute habe ich eine Tochter. Sie ist der Mittelpunkt meines Lebens. Ihr Lachen ist klar, ehrlich, ohne Brüche. Ihr Vater ist alkoholkrank. Ich habe lange gehofft, dass Liebe reicht, dass Geduld heilt. Tat sie nicht. Die Nächte wurden schwerer, die Tage enger. Ich trug Verantwortung, Angst und Müdigkeit gleichzeitig. Irgendwann begann mein Körper zu streiken.
Depressionen schlichen sich ein, erst unauffällig, dann bestimmend. Angst kam dazu, dann Panikattacken. Herzrasen, Enge, das Gefühl zu sterben, ohne zu sterben. Ich schämte mich, weil ich doch stark sein musste – für mein Kind. Aber Stärke hat Grenzen. Ich ging in eine Klinik. Sieben Wochen.
Sieben Wochen, in denen ich lernte, langsamer zu atmen. Zu sprechen. Nicht alles zu entschuldigen. Ich war nicht die Einzige mit einer Geschichte, aber jede Geschichte tat weh. Ich verstand, dass Überleben nicht dasselbe ist wie Leben. Und dass ich beides darf: müde sein und weitermachen.
Ich bin nicht „geheilt“. Ich bin wach. Ich kenne meine Angst jetzt beim Namen. Ich weiß, woher sie kommt. Und ich weiß, dass meine Tochter mich nicht braucht als perfekte Mutter, sondern als anwesende. Ich arbeite daran, jeden Tag. Meine Geschichte ist schwer, ja. Aber sie gehört mir. Und ich bin noch hier.

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