Rezensionen03



Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass mich dieses Buch so komplett mitreißt. Eigentlich dachte ich, ich bekomme „nur“ eine typische Dark-Fantasy-Romance – aber Nightblood – Ruf der dunklen Magie hat mich absolut überrascht.
Schon nach wenigen Kapiteln war ich vollkommen verzaubert. Die düstere Magie, die geheimnisvolle Atmosphäre und diese intensive, fast greifbare Spannung zwischen den Figuren haben mich völlig in ihren Bann gezogen. Ich liebe Bücher, die mich in eine andere Welt ziehen, und hier ist das passiert, ohne dass ich es kommen sah.
Was mich besonders schwärmen lässt?
Die Emotionen.
Sie kamen so unerwartet. Ich habe gelacht, gezittert, geschmachtet – manchmal alles gleichzeitig. Die Charaktere haben eine Tiefe und Dynamik, mit der ich ehrlich nicht gerechnet hätte. Und die kleinen magischen Details, die zwischen den Zeilen glühen, haben mich komplett begeistert.
🌟 Fazit
Ich bin noch immer ein bisschen verliebt in dieses Buch.
Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Geschichte so stark erwischt – aber genau das hat sie getan. Wunderschön, düster, mitreißend und überraschend emotional.



Als ich Lucky of the Devil – Reckless Damned gelesen habe, war mein erster Eindruck, dass die Geschichte mich mit voller Wucht in ein chaotisches Geflecht aus Leidenschaft, Gefahr und emotionalem Overload wirft. Und genau darin lag für mich sowohl die Stärke als auch die größte Schwäche des Buches.
Ich mochte den düsteren Grundton und die Atmosphäre, die fast schon fühlbar war. Die Autorin schafft es, mich direkt in die moralisch grauen Zonen der Figuren hineinzuziehen. Besonders der Protagonist hat mich anfangs fasziniert – dieses zerstörerische Charisma, das Versprechen von Abgründen, die man eigentlich meiden sollte.
Aber je weiter ich kam, desto öfter habe ich mich dabei ertappt, wie ich genervt die Augen verdrehte. Manche Entscheidungen der Figuren wirkten für mich überdramatisiert, fast schon erzwungen, als ginge es weniger um innere Logik als darum, den nächsten Schockmoment zu erzeugen. Das hat mich zeitweise aus der Emotion herausgerissen.
Auch der Schreibstil war für meinen Geschmack manchmal zu sehr auf Effekt ausgelegt. Es gab Passagen, die ich stark fand – roh, direkt und bildlich. Und dann wieder Stellen, die wirkten, als hätte jemand versucht, „dunkel und gefährlich“ mit Gewalt herbeizuschreiben. Da hat mich das Buch etwas verloren.
Trotzdem muss ich sagen: Langweilig war es nie. Ich war oft frustriert, manchmal begeistert, gelegentlich irritiert – aber ich habe weitergelesen, weil die Grundidee und die Dynamik zwischen den Figuren eine magnetische Qualität hatten. Am Ende war ich zwar nicht voll überzeugt, aber ich habe das Buch definitiv gefühlt, und das schafft nicht jede Story


Nach dem Ende der letzten Reihe hatte ich nicht erwartet, mich so schnell wieder zu verlieren. Ich dachte, diese Leere würde noch eine Weile bleiben. Doch dann kam dieser erste Band – und plötzlich war sie wieder da: diese Vertrautheit, dieses Kribbeln, dieses Gefühl, angekommen zu sein.
Die Geschichte hat mich leise, aber tief berührt. Die Emotionen wirken ehrlich, roh und nah, hat mich mitten ins Herz getroffen. Die Charaktere fühlen sich lebendig an, mit Ecken und Kanten, mit Zweifeln, Hoffnung und Sehnsucht und starker roher Wut. Ich habe mit gefiebert, mitgefühlt und manchmal einfach innegehalten, weil mir einzelne Momente so nahegingen.
Dieser Band hat etwas in mir geweckt, das ich nach der letzten Reihe vermisst habe. Wenn die Autorin diesen Weg weitergeht, kann daraus etwas ganz Besonderes werden. Für mich ist Band 1 ein wunderschöner Neuanfang – und ich kann es kaum erwarten, Band zwei zu lesen


Crown of Ashes ist kein Buch, das dich sanft an die Hand nimmt. Es packt dich am Kragen, stößt dich ins Feuer und schaut dann, ob du stark genug bist, wieder aufzustehen. Und genau das macht es so verdammt intensiv.
Der Schreibstil ist roh und direkt. Keine überpolierten Sätze, kein romantisiertes Leid. Die Sprache fühlt sich manchmal an wie eine offene Wunde: schmerzhaft, ehrlich, lebendig. Dialoge knallen, innere Monologe sind voller Zorn, Zweifel und Verlangen. Man spürt jede Entscheidung, jede Eskalation, jede Schuld.
Die Gewalt ist präsent und nicht hübsch verpackt. Sie tut weh, sie hinterlässt Narben – körperlich wie seelisch. Aber sie ist nie Selbstzweck. Sie zeigt eine Welt, in der Macht kostet und Überleben kein sauberes Konzept ist. Wer hier Leichtigkeit sucht, ist falsch. Wer Konsequenzen will, ist genau richtig.
Und dann ist da die Liebe. Wild. Ungezähmt. Unbequem. Keine süße, sichere Romanze, sondern eine, die kratzt, brennt und manchmal zerstört. Nähe fühlt sich gefährlich an, Intimität wie ein Risiko. Es ist heiß, ja – aber nicht glatt oder gefällig. Mehr Hunger als Harmonie.
Was Crown of Ashes besonders macht, ist dieser emotionale Druck: Alles steht ständig auf der Kippe. Loyalität, Moral, Gefühle. Niemand bleibt unberührt, am wenigsten die Hauptfigur. Ihre Entwicklung ist schmerzhaft, glaubwürdig und manchmal schwer auszuhalten – aber genau deshalb wirkt sie.
Fazit:
Crown of Ashes ist wild, düster, leidenschaftlich und kompromisslos. Kein Wohlfühlbuch, sondern eines, das dich aufwühlt, vielleicht auch wütend macht – und trotzdem nicht loslässt. Wenn du rohe Fantasy mit Gewalt, brennender Liebe und einem ehrlichen, ungefilterten Ton suchst: lies es. Wenn nicht, lass die Finger davon.


„Bratva Daddy“ von Lucky Moon ist kein glattgebügelter Romance-Roman, sondern eine Geschichte mit Ecken, Kanten und ordentlich Druck auf der Brust. Roh, direkt und emotional unapologetisch. Wer hier Zuckerwatte erwartet, ist falsch – wer Intensität sucht, genau richtig.
Lucky Moon schreibt ehrlich und ungefiltert. Die Figuren fühlen sich nicht konstruiert an, sondern lebendig, manchmal unbequem, manchmal überfordernd – aber genau das macht sie authentisch. Der „Daddy“-Trope wird nicht romantisiert oder entschärft, sondern mit Kink, Machtgefälle und emotionaler Tiefe erzählt, ohne ins Lächerliche oder rein Schockhafte abzurutschen.
Besonders stark ist der Schreibstil: flüssig, bildhaft, mit einer Härte, die zur Bratva-Welt passt. Dialoge knallen, innere Konflikte sitzen, und die Spannung entsteht nicht nur durch äußere Gefahr, sondern durch das, was zwischen den Figuren unausgesprochen bleibt.
Das Buch ist nicht brav – und will es auch nicht sein. Es fordert heraus, triggert vielleicht, fühlt sich aber nie unehrlich an. Der Kink ist Teil der Geschichte, nicht ihr Selbstzweck, und genau dadurch wirkt alles intensiver und glaubwürdiger.

Fazit:
„Bratva Daddy“ ist dunkel, leidenschaftlich und kompromisslos erzählt. Für Leser*innen, die authentische Dark Romance mit Substanz, Kink und starkem Stil suchen – kein Soft Focus, sondern echtes Gefühl.


Daddy Found von Walker ist kein leichtes Buch, obwohl es auf den ersten Blick wie eine typische Daddy/little-Kink-Geschichte wirkt. Hinter dem Trope verbirgt sich vielmehr eine sehr persönliche Erzählung über Liebe, Verlust und das Bedürfnis nach Halt.
Der Daddy/little-Kink steht klar im Mittelpunkt, wird aber weniger voyeuristisch als vielmehr emotional dargestellt. Wichtig dabei: Die Dynamik ist eindeutig zwischen erwachsenen Charakteren angelegt und dient vor allem dazu, Nähe, Sicherheit und Vertrauen sichtbar zu machen. Der Kink ist Mittel zum Zweck – nicht der Zweck selbst.
Besonders stark ist der emotionale Kern der Geschichte. Themen wie Verlust, Einsamkeit und das langsame Wiederlernen von Nähe ziehen sich durch das Buch. Das macht die Geschichte stellenweise schmerzhaft ehrlich, aber auch sehr berührend. Man merkt, dass hier nicht nur eine Fantasie bedient, sondern ein innerer Heilungsprozess erzählt wird.
Der Schreibstil ist ruhig, teilweise fast intim. Walker nimmt sich Zeit für Gedanken, kleine Gesten und unausgesprochene Gefühle. Wer actionreiche Handlung erwartet, wird hier nicht fündig – wer jedoch emotionale Tiefe schätzt, schon eher.
Die Charaktere wirken insgesamt glaubwürdig und verletzlich. Besonders der „Little“-Charakter wird nicht infantilisiert, sondern als erwachsener Mensch mit emotionalen Narben gezeigt. Der „Daddy“ ist keine perfekte Retterfigur, sondern jemand mit eigenen Grenzen und Unsicherheiten, was die Beziehung realistischer macht.
Fazit:
Daddy Found ist eine persönliche, gefühlvolle Geschichte, die Kink, Liebe und Verlust respektvoll miteinander verbindet. Kein Buch für jeden – aber für Leserinnen, die emotionale Ehrlichkeit und charaktergetriebene Geschichten mögen, definitiv lesenswert.

 

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