Als ich Rücksichtsloser Besitz von Soren Blake angefangen habe, war mir sofort klar: Das wird kein angenehmer, romantischer Wohlfühlroman. Aber genau das hat mich gereizt. Ich wollte etwas Dunkles, Intensives – und das Buch hat mir genau das gegeben, manchmal sogar mehr, als mir lieb war.
Wie ich das Buch erlebt habe
Schon die ersten Kapitel haben mich richtig geschockt. Der Gedanke, dass jemand wie ein Gegenstand übergeben wird, hat mich gleichzeitig abgestoßen und neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie diese völlig ungleiche Beziehung funktionieren soll.
Und obwohl mich manche Szenen emotional überrollt haben, konnte ich das Buch zwischendurch kaum weglegen.
Die Motorradclub-Welt hat mich sofort hineingezogen: rau, gefährlich, voller unausgesprochener Regeln und Loyalität. Ich hatte beim Lesen ständig dieses Gefühl, „mit einem Bein in der Hölle zu stehen“ – genau die Atmosphäre, die ich von einem Dark-Romance-MC-Roman erwarte.
Was mich berührt hat
Am meisten hat mich die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren getroffen. Der „Besitzer“ wirkt anfangs kalt und unnahbar, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich die kleinen Risse in seiner Fassade gespürt. Und der Protagonist, der eigentlich nur überleben will, entwickelt eine emotionale Stärke, die ich nicht erwartet hatte.
Ich bin nicht immer mit ihren Entscheidungen einverstanden gewesen. Aber genau das macht den Reiz des Buches aus: Es zwingt einen, über Grenzen, Macht und Nähe nachzudenken.
Was mir gefallen hat
Die Atmosphäre ist unglaublich intensiv. Ich habe die Hitze, die Gefahr und die Spannung richtig mitgefühlt.
Die Charaktere sind widersprüchlich und unperfekt, aber genau deshalb interessant.
Die Mischung aus Brutalität und unerwarteter Zärtlichkeit hat mich mehrmals überrascht.
Was für mich schwierig war
Manche Szenen waren sehr heftig – da musste ich kurz durchatmen.
Die Beziehung ist nichts, was man im echten Leben romantisieren sollte.
Nicht jede Handlung des Motorradclubs ist logisch, aber das habe ich dem Genre verziehen.
Mein Fazit
Rücksichtsloser Besitz ist für mich ein Roman, der nicht nur unter die Haut geht, sondern dort bleibt. Er ist dunkel, ungemütlich, manchmal verstörend – aber auch emotional, intensiv und unerwartet berührend.
Für mich persönlich liegt das Buch irgendwo zwischen 3,5 und 4 Sternen, einfach weil es mich so gefesselt hat, auch wenn es mich gleichzeitig aufgewühlt und herausgefordert hat.
Ein Roman, den ich sicher nicht jedem empfehlen würde – aber allen, die Dark Romance in ihrer kompromisslosesten Form lieben, absolut.